Ihre Experten für Sportorthopädie
Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie KONTAKT Telefon +49-(0)89 4140-7840

Einführung

Der Schwerpunkt der Abteilung für Sportorthopädie umfasst die operative Versorgung sowohl akuter Verletzungen des Bewegungsapparates als auch von degenerativen Schäden der großen Gelenke. Die Abteilung ist dabei auf das Knie-, Schulter-, Ellbogen- und Sprunggelenk spezialisiert. Das oberste Ziel ist die Wiederherstellung der Funktion des verletzten Gelenkes. Dazu werden rekonstruktive Verfahren oder Ersatz- bzw. Korrekturoperationen angeboten. Auch Weichteilverletzungen des Bewegungsapparates, insbesondere Sehnen- und Muskel(ab)risse sind Teil unseres Behandlungsspektrums. Wenn möglich kommen sog. minimal-invasive Operationstechniken (Arthroskopie) zum Einsatz, die in der Regel eine frühe Mobilisation und ein rasches Wiedererreichen der Leistungsfähigkeit in Alltag, Beruf und Sport ermöglichen.

Obere Extremität

Schulter

Schulterschmerzen sind häufig und können vielfältige Ursachen haben. Eine sorgfältige klinische Untersuchung, ergänzt durch entsprechende radiologische Bildgebungsverfahren (Röntgen, MRT, CT), ist die Grundlage für eine korrekte Diagnose. Erst dann kann die Entscheidung über eine weitere konservative oder operative Therapienotwendigkeit getroffen werden. Je nach Art der Verletzung oder des Schadens stehen, sofern eine Operation erforderlich ist, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechende minimal invasive, arthroskopische oder offene Operationsverfahren zur Verfügung. Die häufigsten Pathologien und deren Therapie werden in der Folge kurz erläutert.

Ellenbogen

Die Ursachen für Ellenbogenschmerzen sind vielseitig, sie reichen von Überlastungsreaktionen im Alltag und Sport, rheumatischen Erkrankungen bis zur akuten Verletzung. Es gilt durch Anamnese und klinische Untersuchung sowie radiologische Diagnostik die Pathologie genau zu differenzieren um die Therapie darauf exakt abzustimmen. Für die Therapie stehen neben der konservativen Behandlung die arthroskopischen und offene Operationsverfahren zur Verfügung. Die häufigsten Pathologien und deren Therapie werden in der Folge kurz erläutert.

Untere Extremität

Knie

Die Funktion des Kniegelenkes basiert auf einem komplexen Zusammenwirken von Knochen, Knorpel, Menisken, Bändern, Sehnen und Muskeln. Störungen in einer dieser Strukturen können zu einem instabilen und/oder schmerzhaften Kniegelenk führen. Sportverletzungen am Kniegelenk können sowohl Ursache eines Unfalls (traumatisch), als auch Auswirkung andauernder Überlastung sein (chronisch). Traumatische Verletzungen betreffen in der Regel die Bänder (z.B. Kreuzbandriss) und die Menisken (z.B. Meniskusriss). Chronische Schädigungen betreffen v.a. den Knorpel, welcher durch andauernde Überlastung ausgedünnt sein kann (beginnende Arthrose = Gelenkverschleiß).

Oberes Sprunggelenk

Am Sprunggelenk treten unterschiedliche Arten von Sportverletzungen und Verschleißerkrankungen auf. Verletzungen der Außenbänder bei Sprunggelenksdistorsionen gelten als häufigste Bandverletzungen des Menschen. Bei leichten Bandverletzungen kann in der Regel eine konservative Therapie durchgeführt werden. Auch höhergradige Verletzungen werden akut nur bei Mitbeteiligung anderer Strukturen, z.B. des Syndesmosenbandes, des Knorpels oder des Knochens, operativ versorgt.

Knorpel / Arthrose

Knorpelschaden

Diese Methode ist bei isolierten, kleinen (<2 Quadratzentimeter), gut abgrenzbaren Knorpelläsionen mit erhaltender, subchondraler Knochenschicht angezeigt. Bei diesem regenerativen Verfahren werden arthroskopisch kleine Löcher in das Defektareal „gepickt“, aus denen dann mesenschymale Stammzellen einwandern und ein Regeneratknorpelgewebe bilden.

Knochen-Knorpel-Defekt

Zeigt sich ein fokal begrenzter Knorpel-Knochen-Defekt mit intaktem, umgebendem Gewebe im Bereich der Belastungszone des Kniegelenks (Defektgröße bis max. 3 Quadratzentimeter), so stellt die Transplantation eines oder mehrerer körpereigener Knorpel-Knochen-Zylinder aus einer gering belasteten Bereich des Kniegelenks eine gute Therapieoption dar. Diese Technik wird am Knie, dem oberen Sprunggelenk, der Schulter und dem Ellenbogen durchgeführt.

Arthrose

Die Arthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung, welche vorwiegend durch eine Überbeanspruchung bedingt ist. Als Ursachen kommen neben Unfallereignissen mit traumatischer Knorpel-, Meniskus- oder Bandverletzungen, auch ausgeprägte Beinfehlstellungen, insbesondere O- und X-Beinfehlstellungen in Frage.

Sehnen- und Muskelverletzungen

Sehnen- und Muskelverletzungen

Mit zunehmender sportlicher Betätigung aller Altersstufen treten Weichteilverletzungen des Bewegungsapparates, hier speziell Sehnen- und Muskelverletzungen, vermehrt ins Blickfeld sportorthopädischer Aufmerksamkeit. Anatomisch setzen die Muskeln des menschlichen Körpers über einen sehnigen Anteil an den Knochen an.